Über die Postleitzahl 60329
Die Postleitzahl 60329 bildet das Frankfurter Bahnhofsviertel und einen schmalen Rand der Innenstadt, dazu Anteile am Gallus und am Gutleutviertel – alles im Ortsbezirk Innenstadt I, gleich östlich des Hauptbahnhofs.
Das Bahnhofsviertel entstand im Wesentlichen im Kaiserreich, auf dem Gelände der früheren Frankfurter Westbahnhöfe. Bis ins frühe 19. Jahrhundert lag hier kaum Bebauung, nur einzelne Gutshöfe und Landhäuser am Main; die Nähe zum städtischen Galgen und die Lage außerhalb der Stadtmauer hielten Bauherren lange fern. Mit dem Abriss von Mauer und Galgen im Zuge der Industrialisierung entstanden erste Villen, 1839 nahm die Taunusbahn hier den ersten Bahnhof der Stadt in Betrieb. Nach und nach kamen die Bahnhöfe der Main-Neckar- und der Main-Weser-Bahn hinzu; 1888 ersetzte sie der neue, weiter westlich gelegene Centralbahnhof, und ab 1889 wurde das freigewordene Gleisgelände parzelliert. Heute hat das Viertel mit rund der Hälfte Ausländeranteil den höchsten Wert aller Frankfurter Stadtteile.
Der namensgebende Hauptbahnhof selbst liegt im benachbarten Gallus, das auf die Galluswarte zurückgeht, einen früheren Wachturm am Stadtrand; mit dem Heiligen Gallus hatte der Name ursprünglich nichts zu schaffen.
Auf 1,0 km² entfallen 5.188 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 5.331 je Quadratkilometer.