Über die Postleitzahl 60431
Nordwestlich der Frankfurter Innenstadt, im Ortsbezirk Mitte-Nord, liegt die Postleitzahl 60431 zu gut drei Fünfteln in Ginnheim; kleinere Anteile reichen nach Eschersheim, Bockenheim und Dornbusch sowie an den Rand der Innenstadt.
Ginnheim gehört seit 1910 zu Frankfurt, seine Geschichte reicht aber viel weiter zurück: Am Diebsgrundweg an der südlichen Gemarkungsgrenze, schon in der Bronzezeit begangen, fand man 1939 die Reste eines mittelbronzezeitlichen Hauses, 1926 kamen beim Bau der Siedlung Höhenblick Scherben aus der Hallstattzeit zutage. Mit der Alten Bethlehemkirche steht hier eine 1699/1700 errichtete barocke Saalkirche, ursprünglich lutherisch und 1910 zur Gemeindekirche umgebaut; Stolpersteine im Stadtteil erinnern an jüdische und andere Opfer des Nationalsozialismus. Nach Ginnheim benannte 1937 die Reederei URAG einen Überseefrachter, wie es bei mehreren Frankfurter Vororten üblich war. Wirtschaftlich prägen kleine und mittelständische Betriebe den Stadtteil, rund 55 davon haben sich im Gewerbering Ginnheim zusammengeschlossen und geben die Zeitung „Ginnemer Blättche“ heraus.
Dornbusch entstand erst 1946 aus Teilen der Gemarkungen Ginnheim und Eckenheim, benannt nach den Dornbüschen, die dort um die Jahrhundertwende noch wuchsen. Bockenheim wiederum, seit 1895 Stadtteil, reicht mit Funden bis in die Jungsteinzeit zurück und zählte einst zu den bevölkerungsreichsten Vierteln der Stadt.
Auf 4,3 km² kommen 23.806 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 5.524 je Quadratkilometer.