Über die Postleitzahl 61203
Mitten in der „Goldenen Wetterau“, zwischen Frankfurt am Main und Gießen, liegt die Stadt Reichelsheim, an deren Ostseite der Fluss Horloff vorbeifließt. Zu dieser Postleitzahl gehören die fünf Stadtteile Reichelsheim, Blofeld, Weckesheim, Beienheim und Dorn-Assenheim.
Die älteste erhaltene Erwähnung des Hauptorts stammt von 817, für den Stadtteil Beienheim liegt sogar schon eine Nennung von 773 vor. Ab 1566 war Reichelsheim eine nassauische Exklave inmitten hessen-darmstädtischen Gebiets, 1665 erhielt es Stadtrechte, 1668 Marktrechte. Bis 1991 prägte der Braunkohleabbau die Gegend um Reichelsheim, Heuchelheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim, wo die Kohle im Tiefbau gefördert und im Kraftwerk Wölfersheim verarbeitet wurde. In Weckesheim legten Ausgrabungen zwischen 2016 und 2024 die Reste eines rund 32 Meter langen Langhauses der Rössener Kultur frei. Als kulinarische Besonderheit gilt der Reichelsheimer Mäusekuchen, ein traditionelles Gebäck zum Jahreswechsel.
Auf 27,5 km² zählt die Stadt 6.874 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 250 je Quadratkilometer. Der Reichelsheimer Bahnhof an der Bahnstrecke Beienheim–Schotten ist als Modell des Herstellers Kibri weithin bekannt. Nachbarschaftlich grenzt im Norden Wölfersheim und Echzell (61200, 61209) an, im Süden Florstadt (61197) und im Westen Friedberg (61169).