Über die Postleitzahl 63110
Südöstlich von Offenbach am Main, im Landkreis Offenbach, liegt Rodgau, die einwohnerstärkste Stadt des Kreises, die fast vollständig in der Postleitzahl 63110 aufgeht. Sie entstand 1977 im Zuge der hessischen Gebietsreform aus dem Zusammenschluss der fünf bis dahin selbständigen Gemeinden Dudenhofen, Hainhausen, Jügesheim, Nieder-Roden und Weiskirchen und erhielt 1979 die Stadtrechte.
Den Namen verdankt die junge Stadt der alten Gewannbezeichnung Rodgau, die schon lange vor der Fusion existierte. Nieder-Roden, heute der größte Stadtteil, wird bereits 791 im Lorscher Codex als Rotaha inferior genannt; sein Strandbad in einem ehemaligen Baggersee ist seit 1977 in Betrieb. Dudenhofen wiederum war als lutherisches Dorf jahrhundertelang eine evangelische Enklave inmitten katholischer Nachbarorte, was sich bis heute im Ortswappen mit Lutherrose neben den Hanauer Sparren zeigt. Hainhausen, urkundlich schon 1122 erwähnt, ist heute der kleinste Stadtteil. Da Rodgau erst aus fünf Dörfern zusammenwuchs, besitzt die Stadt keinen historischen Gesamtstadtkern; die Rodgauer Geschichtspfade, 2010 aus der Arbeit aller sieben örtlichen Heimatvereine entstanden, verbinden die einzelnen Ortsgeschichten.
Die Stadt umfasst 65,0 km² mit 44.444 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 684 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Dietzenbach, Heusenstamm, Obertshausen, Rödermark, Seligenstadt und Babenhausen.