Über die Postleitzahl 63538
Großkrotzenburg liegt südlich von Hanau unmittelbar am Main und bildet dabei eine Exklave des Main-Kinzig-Kreises in Hessen – die Gemeinde grenzt im Norden an Hanau, im Osten an das bayerische Kahl am Main und im Süden und Westen an Hainburg. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Gemeindefläche ab, die aus einer einzigen Gemarkung besteht.
Schon zur Zeitenwende errichteten die Römer im heutigen Ortskern das Kastell Großkrotzenburg, wo der Limes von Norden kommend auf den Main traf und von hier aus in südlicher Richtung weiterzog; ein erhaltener Teil der Anlage gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Aus dem 17. Jahrhundert ist eine dunkle Geschichte überliefert: Zwischen 1628 und 1630 forderten die Hexenprozesse zahlreiche Todesopfer, überliefert sind die Namen von 69 Frauen und 21 Männern; eine nachgepflanzte Eiche und ein Gedenkstein erinnern heute daran. Das Ortsbild prägt außerdem das Kraftwerk Staudinger, dessen Kühltürme im östlichen Rhein-Main-Gebiet weithin als Landmarke sichtbar sind. Über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist der Baggersee am Strandbad Spessartblick, an dem sich im Sommer baden lässt.
Auf den 7,4 km² der Postleitzahl leben 7.250 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 974 je km². Ein Bahnhof an der Strecke Frankfurt–Aschaffenburg sowie die nahe Anschlussstelle Alzenau-Nord der A45 binden den Ort an; auch der Deutsche Limes-Radweg führt durch Großkrotzenburg.