Über die Postleitzahl 63549
Namensgeberin der Gemeinde Ronneburg im Main-Kinzig-Kreis ist die gleichnamige Burg auf einem steilen Basaltkegel, errichtet im 12. oder 13. Jahrhundert, schon von weitem sichtbar und heute Sitz von Burgmuseum, Restaurant und Falknerei. Die Gemeinde selbst entstand erst 1971/72 aus den zuvor selbständigen Dörfern Hüttengesäß, Neuwiedermuß und Altwiedermus, deren Gemarkungen zu einer einzigen zusammengelegt wurden; Sitz der Verwaltung ist Hüttengesäß.
Alle drei Ortsteile reichen weit zurück: Hüttengesäß wird 1236 erstmals als „Huttengesezze“ erwähnt und gehörte zum Kloster Selbold, Altwiedermus erscheint bereits 1173 unter dem Namen Wechtramis, und Wiedermus wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört, ehe ein Pfälzer Ende des 17. Jahrhunderts das benachbarte Neuwiedermuß gründete. In Hüttengesäß stehen in der Langstraße noch zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert, und die dortige Kirche geht in ihren Grundmauern auf das Jahr 1151 zurück. Bis 1933 bestand in Altwiedermus eine jüdische Gemeinde, an die die ehemalige Synagoge und der jüdische Friedhof erinnern.
Auf 14,2 km² leben in der Postleitzahl 3.466 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 244 je km². Nördlich grenzt die Gemeinde an Büdingen im Wetteraukreis, südlich an Langenselbold.