Über die Postleitzahl 63828
Kleinkahl liegt im oberen Kahlgrund im Landkreis Aschaffenburg, direkt an der Grenze zu Hessen, am westlichen Rand des Spessarts. Die Postleitzahl fasst mehrere Ortsteile der Gemeinde zusammen: Edelbach, Großkahl, Kleinkahl selbst, Großlaudenbach und Kleinlaudenbach; zusammen bedecken sie 11,8 km².
Ihren Namen verdankt die Gemeinde dem Fluss Kahl, wobei der Zusatz Klein sie von Großkahl, Sommerkahl und den weiteren Kahl-Orten unterscheidet; im Volksmund heißt der Ort schlicht „Kloakahl“. Edelbach wird bereits im 13. Jahrhundert in einem Lehensverzeichnis genannt und gehörte bis 1803 zum Vogteiamt Kaltenberg des Erzstifts Mainz; Großkahl unterstand bis zur Mediatisierung 1806 den Grafen von Schönborn, deren Landgericht in Krombach saß.
An zwei Weilern hängt eine ungewöhnliche Geschichte: Am Glashüttenhof siedelten sich Anfang des 15. Jahrhunderts Glasmacher aus Böhmen und Tirol an und betrieben dort bis um 1780 eine Glashütte, während am nahen Wesemichshof um dieselbe Zeit das erste Bergwerk-Waschhaus des Spessarts samt Amtsstube des Königlich Bayerischen Bergwerksamtes entstand.
1.829 Einwohnerinnen und Einwohner leben in der Gemeinde, die Bevölkerungsdichte liegt bei 155 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Wiesen und der Wiesener Forst im Süden sowie, jenseits der Landesgrenze, Biebergemünd in Hessen.