Über die Postleitzahl 63864
Im Tal des gleichnamigen Baches, nördlich der Stadt Aschaffenburg gelegen, bildet Glattbach eine der kleineren Gemeinden des Landkreises Aschaffenburg am Spessartrand. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte, 3,6 km² große Gemeindegebiet ab, das aus dem Pfarrdorf Glattbach und der Einöde Rauenthal besteht.
Im 12. Jahrhundert noch als Gladebach oder Gladbach bekannt, blieb der Ort in seinem abgeschlossenen Seitental zwar vom Durchgangsverkehr verschont, geriet aber wegen der Nähe zu Aschaffenburg und zur alten Gelnhäuser Handelsstraße dennoch mehrfach in Not- und Kriegszeiten. 1812 gehörte Glattbach zur Districtsmairie Schweinheim im Departement Aschaffenburg des Großherzogtums Frankfurt.
Der Maler Alois Bergmann-Franken setzte hier künstlerische Akzente, die bis heute nachwirken: In der Gewölbegalerie im Glattbacher Rathaus stellen ortsansässige Künstler ihre Werke aus, weshalb der Ort auch als Künstlerdorf gilt. Wirtschaftlich prägten früher Weinberge an den Südhängen den Ort – noch heute erinnern Flurnamen wie „Wingert unterm Dorf“ daran –, ehe nach Missernten Ende des 18. Jahrhunderts stattdessen Obstbau und die Glattbacher Kirsche aufkamen.
3.193 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf eine Dichte von 896 je Quadratkilometer. Über die Bundesautobahn 3 ist Glattbach zwischen Frankfurt und Würzburg angebunden; Nachbarorte sind Aschaffenburg, Goldbach und Johannesberg.