Über die Postleitzahl 64407
Im Vorderen Odenwald, beiderseits des Crumbachs, eines Zuflusses der Gersprenz, liegt die Gemeinde Fränkisch-Crumbach, die als einzige Gemeinde des Odenwaldkreises keine eingegliederten Ortsteile kennt und damit fast die gesamte Postleitzahl 64407 bildet.
Den Namen und die Frühgeschichte des Ortes prägte die Familie von Crumbach, urkundlich erstmals 1148 erwähnt; zusammen mit der Burg Rodenstein bildete Fränkisch-Crumbach den Mittelpunkt der Herrschaft Crumbach-Rodenstein. Die evangelische Kirche St. Laurentius stammt im romanischen Kern aus dem 12. Jahrhundert, 1485 kamen ein Turm und ein spätgotischer Chor hinzu; erhalten sind zudem Epitaphien der Herren von Rodenstein aus der Renaissance. Im 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinde des Ortes deutlich, von knapp 40 Familien auf über hundert; bekannt war unter ihnen der Zigarrenfabrikant Moritz Oppenheimer. Bis 1972 gehörte der Ort zum Landkreis Dieburg, dann kam er mit Brensbach zum neuen Odenwaldkreis. Zur weitläufigen Gemarkung, die vom Gersprenzufer bis zum Rimdidim reicht, zählen die Ruine der Burg Rodenstein und mehrere Weiler wie Michelbach. Seit 2003 findet dort jährlich ein internationales Hammerwurf-Meeting statt.
Die PLZ misst 16,1 km², hier leben 3.051 Menschen, das entspricht einer Dichte von 190 je km². Die Gemeinde grenzt an die Gebiete von Brensbach, Reichelsheim, Fischbachtal und die Stadt Lindenfels.