Über die Postleitzahl 64546
Die Doppelstadt Mörfelden-Walldorf im Landkreis Groß-Gerau ist nach Rüsselsheim die zweitgrößte Stadt des Kreises und deckt fast die gesamte Postleitzahl 64546 ab, aufgeteilt in die beiden Stadtteile Mörfelden und Walldorf. Ein Teil des südlichen Frankfurter Flughafens liegt auf ihrem Gebiet.
Mörfelden ist als Mersenualt im Codex Laureshamensis bereits zwischen 830 und 850 als fränkisches Reichsgut belegt und lag im Reichsforst und Wildbann Dreieich; im 15. Jahrhundert erhielt der als Handels- und Verkehrsplatz bedeutende Ort eine eigene Zollstelle. Walldorf wurde dagegen erst 1699 als Waldenserkolonie am Gundhof von vierzehn aus dem Piemont vertriebenen protestantischen Familien gegründet und erhielt 1715 seinen heutigen Namen. Die beiden bis dahin selbständigen Städte schlossen sich 1977 im Zuge der hessischen Gebietsreform zusammen, zunächst unter dem Namen Waldfelden, bevor 1978 der heutige Doppelname galt. Im Stadtteil Walldorf entstand Anfang der 1960er Jahre eine seit 1984 denkmalgeschützte Eigenheimsiedlung nach Entwürfen des Architekten Richard Neutra. Durch das Stadtgebiet führt zudem ein Teilstück des Kulturfernwanderwegs Hugenotten- und Waldenserpfad, der bei den Seen Oberwaldsee und Schnepfensee an die Geschichte der Waldenser erinnert.
Die PLZ misst 44,0 km², hier leben 31.747 Menschen bei einer Dichte von 721 je km². Die Stadt grenzt unter anderem an Frankfurt am Main, Langen, Neu-Isenburg und Rüsselsheim.