Über die Postleitzahl 64665
An der südhessischen Bergstraße, im Landkreis Darmstadt-Dieburg, liegt die Gemeinde Alsbach-Hähnlein, die fast vollständig zur Postleitzahl 64665 gehört. Die PLZ umfasst die beiden namensgebenden Ortsteile Alsbach, Sitz der Gemeindeverwaltung, und Hähnlein sowie den kleineren Ortsteil Sandwiese.
Alsbach tauchte schon 773 im Lorscher Codex als Aldolvesbach auf, begünstigt durch Wasserläufe, die den Bewohnern die Versorgung sicherten. Hähnlein wurde erst 1333 als Hennechen urkundlich fassbar; spätere Schreibweisen wie Hainlin deuten darauf hin, dass der Ortsname nichts mit einem Hahn zu tun hat, sondern von Hagen, also einer Rodungssiedlung im Wald, abstammt. Zum heutigen Gemeindenamen fanden die beiden Dörfer erst 1977 zusammen, ein Jahr später kam die Umbenennung von Alsbach in Alsbach-Hähnlein. Der jüngste Ortsteil, Sandwiese, entstand 1949 auf einer Sanddüne beim Bahnhof; hier hatten sich schon 1947 sudetendeutsche Vertriebene niedergelassen und mit der Gardinenfabrik Wölfel & Co. eine erste Erwerbsquelle geschaffen, der bald weitere Betriebe folgten.
Zwischen den Ortsteilen erstreckt sich mit den Altneckarlachen ein Feuchtgebiet mit seltenen Pflanzenarten, das zugleich Teil des EU-Vogelschutzgebiets Hessische Altneckarschlingen ist. In der Gemeinde leben 9.181 Menschen auf 15,8 km², das entspricht 580 Einwohnern je Quadratkilometer.
Seit 1907 hält an der Bahnstrecke Frankfurt–Heidelberg der Bahnhof Hähnlein-Alsbach, ergänzt durch mehrere Straßenbahn- und Buslinien Richtung Darmstadt und Bensheim. Südlich schließt sich mit Zwingenberg die älteste Stadt der hessischen Bergstraße an.