Über die Postleitzahl 65606
An der Lahn im Landkreis Limburg-Weilburg liegt die Gemeinde Villmar, die den amtlichen Zusatz Marktflecken trägt und fast die gesamte Postleitzahl 65606 ausmacht. Der Hauptort Villmar selbst nimmt gut zwei Fünftel der PLZ-Fläche ein, dazu kommen die Ortsteile Seelbach, Aumenau, Weyer, Langhecke und Falkenbach, wobei Langhecke und Falkenbach nur kleine Anteile beisteuern.
Villmar taucht 1053 zum ersten Mal in einer Urkunde auf, damals übertrug der römisch-deutsche Herrscher Heinrich III. den dortigen Königshof an die Trierer Abtei St. Matthias. Über Jahrhunderte prägte der Abbau und die Verarbeitung von Lahnmarmor den Ort: Seit 1790 sind zwölf Steinbrüche nachweisbar, und noch 1989 kam Material aus einem Villmarer Steinbruch für die Rekonstruktion des Hochaltars der Mannheimer Jesuitenkirche zum Einsatz, ehe die letzten Großbetriebe schlossen. Von der einstigen Ortsbefestigung mit einst drei Toren und sieben Türmen sind heute noch der untere Teil des Mattheiser Turms sowie zwei barocke Torbögen erhalten. Auf einem Felsen flussabwärts Richtung Runkel steht seit 1894 ein Denkmal für König Konrad I., der von 911 bis 918 regierte. Der Ortsteil Aumenau reicht mit einer Ersterwähnung als „Villa Amana“ im Jahr 764 sogar noch weiter zurück und war im 14. Jahrhundert Sitz eines Zentgerichts für mehrere umliegende Dörfer.
In der Gemeinde leben 6.771 Einwohnerinnen und Einwohner auf 43,0 km², das entspricht einer Dichte von 158 je km². Nachbar-Postleitzahlen sind unter anderem Runkel (65594), Brechen (65611) und Selters (65618).