Über die Postleitzahl 66271
Kleinblittersdorf liegt im äußersten Südosten des Regionalverbands Saarbrücken, unmittelbar an der Saar und der Grenze zu Frankreich, wo mit Grosbliederstroff der frühere Schwesterort auf der anderen Flussseite liegt. Beide gingen ursprünglich auf denselben, 777 erstmals erwähnten lothringischen Ort Bliederstorff zurück und trugen die Vorsilben Groß- und Klein- zunächst nur wegen ihrer unterschiedlichen Einwohnerzahl – ein Verhältnis, das sich seit der endgültigen Trennung im 19. Jahrhundert umgekehrt hat.
Die Ortsteile spiegeln die bewegte Grenzlage: Bliesransbach, auch „Tor zum Bliesgau“ genannt, wurde bundesweit durch den hier geborenen Fußballschiedsrichter Biwersi bekannt, der in den 1960er und 1970er Jahren über hundert Bundesligaspiele leitete. Rilchingen-Hanweiler trägt als anerkanntes Heilbad einen eigenen Kurcharakter, während Sitterswald erst 1935 auf einem Reißbrett entworfen wurde, statt organisch gewachsen zu sein. Eine originelle Episode bietet die Gegenwart: 1982 riefen sieben Karnevalisten auf einer Saarinsel nahe der französischen Grenze den scherzhaften „Freistaat Carnevalis“ aus. Verkehrlich ist Kleinblittersdorf über die Saarbahn-Linie S1 im Viertelstundentakt an das Saarbrücker Stadtzentrum angebunden.
10.911 Menschen leben auf 27,1 km² in der Postleitzahl 66271, das ergibt 402 Einwohner je Quadratkilometer. Nachbarn sind die Saarbrücker Postleitzahlen 66129 und 66130 sowie 66399 in der Gemeinde Mandelbachtal.