Über die Postleitzahl 66869
Kusel liegt am Zusammenfluss von Pfeffelbach und Bledesbach im Nordpfälzer Bergland und ist als Kreisstadt zugleich Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan; zur Postleitzahl 66869 gehören außerdem die Gemeinden Schellweiler, Ruthweiler und Blaubach. Der Name geht auf den Kuselbach zurück, der vorgermanisch wohl *Kus(u)la hieß.
Im 7. Jahrhundert ließen die Franken auf den Trümmern eines römischen Gutshofs den Königshof Curtis Cosla errichten, urkundlich erstmals 850 genannt. Die Stadt wurde 1635 im Dreißigjährigen Krieg von kroatischen Truppen niedergebrannt und nach vierzig Jahren Wiederaufbau 1677 im Pfälzischen Erbfolgekrieg erneut größtenteils zerstört; danach wandelte sich Kusel zur Handwerker- und Tuchmacherstadt.
Am Marktplatz prägen die klassizistische evangelische Stadtkirche, das Rathaus mit Glockenspiel und der Hutmacherbrunnen das Stadtbild; seinen heutigen Namen erhielt der bis 1865 als Cusel geschriebene Ort in jenem Jahr. Im Juni feiert die Altstadt das Hutmacherfest, im September folgt mit der mehrtägigen Kuseler Herbstmesse das größte Volksfest im Landkreis – die Region gilt als Musikantenland.
Schellweiler im Bledesbachtal, mundartlich auch Saubeertal genannt, wurde 1277 erstmals als Schulrebure erwähnt. Blaubach wandelte sich nach schweren Verlusten durch Pest und Kriege im 19. Jahrhundert vom Bauerndorf zur reinen Wohnsiedlung, während Ruthweiler aus den einst getrennten Dörfern Nieder- und Oberruthweiler entstand und über das Fürstentum Lichtenberg erst 1969 zum Landkreis Kusel kam. Kusel zählt 6.683 Einwohnerinnen und Einwohner auf 25,0 km², was einer Dichte von 267 je Quadratkilometer entspricht.