Über die Postleitzahl 67147
Forst an der Weinstraße, gemessen an Fläche und Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Deidesheim im Landkreis Bad Dürkheim, trägt fast diese gesamte Postleitzahl, mit einem kleinen Anteil von Deidesheim selbst. Der Ortsname geht auf den ausgedehnten Pfälzerwald westlich von Deidesheim zurück, den der salische Bischof Johann I. von Speyer 1100 von seiner sonstigen Schenkung an das Hochstift ausnahm und der fürstbischöflichen Jagd vorbehielt – in diesem „Vorst“ liegen die Anfänge des Dorfs. Schon die Römer bauten hier Edelkastanien, Mandeln und Feigen an und führten den Weinbau ein.
Als Straßendorf zieht sich der historische Ortskern rund 1,2 Kilometer entlang der Deutschen Weinstraße. Forst ist berühmt für seine Weinlagen wie das Forster Ungeheuer und das Kirchenstück, auf denen zu etwa 85 Prozent Riesling wächst; zwei Steinskulpturen, das Nördliche und das Südliche Ungeheuer, spielen an den Ortseingängen auf die bekannte Lage an. Seit 1721 ist das Hansel-Fingerhut-Spiel belegt, ein Frühlingsfest mit Winterverbrennung, das inzwischen von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.
Auf 3,6 km² leben 788 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 219 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Deidesheim und Wachenheim an der Weinstraße.