Über die Postleitzahl 67256
In der vorderpfälzischen Rheinebene gelegen, bildet Weisenheim am Sand fast die gesamte Postleitzahl 67256. Als flächenmäßig größte Gemeinde der Verbandsgemeinde Freinsheim wird sie zur besseren Unterscheidung vom benachbarten Weisenheim am Berg im Pfälzischen auch „Weisemsand“ genannt; zu ihr gehören, an der Isenach gelegen, die beiden Weiler Eyersheimer Hof und Eyersheimer Mühle als letzte Spuren des im Mittelalter aufgegebenen Dorfes Eyersheim.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 771 im Lorscher Codex, spätere Schriften nannten ihn „Wisa“, „Wissen“ oder ab 1522 „Weißhein uffm Sand“, woraus sich der heutige Name entwickelte. 1467 wechselte das Dorf zur kurpfälzischen Standesherrschaft, 1556 nahmen die Bewohner an der Reformation teil. Eine kuriose Fußnote der Literaturgeschichte: Friedrich Schiller bezog seinen Silbersand zum Trocknen der Tinte aus Weisenheim. Von der romanischen evangelischen Kirche des 10. Jahrhunderts ist nur der später mehrfach aufgestockte Turm erhalten, ergänzt um ein barockes Langhaus des 18. Jahrhunderts; die katholische St.-Laurentius-Kirche stammt von 1876. Am Eyersheimer Hof kamen bedeutende jungsteinzeitliche Funde zutage, die als „Eyersheimer Typus“ in die Forschung eingingen und heute im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen sind.
Auf 13,7 km² zählt die PLZ 4.209 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 308 Einwohner je Quadratkilometer. Ein Bahnhof an der Strecke Freinsheim–Frankenthal sowie der Kraut-und-Rüben-Radwanderweg binden den Ort an; Nachbarorte sind unter anderem Bad Dürkheim, Freinsheim, Erpolzheim und Lambsheim.