Über die Postleitzahl 67346
Speyer am Rhein zählt zu den ältesten Städten Deutschlands: Als römische Gründung unter dem Namen Noviomagus war sie Hauptort der Civitas Nemetum und wurde später als „Spira“ um das Jahr 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter gehörte die freie Reichsstadt zu den bedeutendsten Städten des Heiligen Römischen Reiches; zwischen 1816 und 1945 residierte hier die bayerische Pfalzverwaltung. Weithin sichtbares Wahrzeichen ist der Kaiser- und Mariendom, die größte noch erhaltene romanische Kirche der Welt und seit 1981 UNESCO-Welterbe; die jüdischen Stätten der Stadt wurden 2021 gemeinsam mit denen von Mainz und Worms als SchUM-Stätten ebenfalls Weltkulturerbe.
Vor der weitgehenden Zerstörung von 1689 zählte Speyer 15 Pfarreien. Zum 2000-jährigen Stadtjubiläum 1990 wurde die Maximilianstraße rund um Domvorplatz und Postplatz zur Fußgängerzone umgebaut. Die Pfälzische Landesbibliothek mit rund einer Million Büchern und das Historische Museum der Pfalz mit Funden aus der Domausstattung zählen zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen der Region. Der nördliche Stadtteil Speyer-Nord entstand 1932 als Siedlungsprojekt der Weimarer Republik gegen die Wohnungsnot der Weltwirtschaftskrise, während Speyer-West im Nordwesten von Hauptbahnhof und Bundesstraße 9 begrenzt wird.
Auf 41,6 km² leben in dieser Postleitzahl 49.461 Menschen, das entspricht 1.188 je Quadratkilometer. Nördlich der Autobahn 61 liegt mit acht Baggerseen das Gebiet Binsfeld. Nachbarorte sind Schifferstadt, Otterstadt, Römerberg und Dudenhofen.