Über die Postleitzahl 67378
Auf halbem Weg zwischen Germersheim und Landau in der Südpfalz liegt Zeiskam, das der Verbandsgemeinde Bellheim im Landkreis Germersheim angehört; im pfälzischen Dialekt wird der Ort auch „Zäskäm“ oder „Zäsim“ genannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er 774 im Lorscher Codex als Zezzincheim, als Stammsitz der „Edlen von Zeiskam“ bestand er von 960 bis 1604.
In der Nähe stand die Komturei Heimbach des Johanniterordens, die im Pfälzischen Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Der Ortskern ist als Denkmalzone ausgewiesen, dazu kommen zahlreiche Einzelobjekte wie das 1833 im klassizistischen Stil von Leo von Klenze erbaute Rathaus. Im Ort wird seit 1885 in einem der ersten Posaunenchorvereine Deutschlands musiziert, und seit 1999 wählt Zeiskam alle ein bis zwei Jahre zur Kirwe eine eigene Zwiebelkönigin, die den Ort auch europaweit vertritt – Ausdruck der bis heute bedeutenden Zwiebel- und Gemüsekultur, für die vor Ort mehrere große landwirtschaftliche Betriebe sorgen.
2.225 Menschen leben auf 8,8 km², das entspricht einer Dichte von 253 Einwohnern je Quadratkilometer. Im Süden liegt das Gewerbegebiet In der Sauheide mit Transport- und Baustoffunternehmen, im Jahr 2000 setzte sich Zeiskam im landesweiten Wettbewerb um das schönste Dorf durch. Durch den Ort führt der Kraut-und-Rüben-Radweg, südlicher Nachbarort ist Bellheim.