Über die Postleitzahl 67574
Osthofen ist eine Stadt im Landkreis Alzey-Worms und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Wonnegau, deren größte Gemeinde sie zugleich ist; nahezu die gesamte Gemarkung bildet die Postleitzahl 67574. Als Grundzentrum ausgewiesen, wurde Osthofen erst 1970 zur Stadt erhoben, blickt aber auf eine deutlich ältere Geschichte zurück: Archäologische Funde belegen eine Besiedlung der Gemarkung am Seebach seit mindestens vier Jahrtausenden, und im Lorscher Codex erscheint der Ort 784 erstmals als Ostowa.
Auf dem Osthofener Goldberg entstand möglicherweise schon im 6. Jahrhundert eine Remigiuskapelle, aus der sich bis 1195 eine kaiserliche Burg entwickelte; die heutige evangelische Bergkirche ging aus Burg und Kapelle hervor. Von März 1933 bis Juli 1934 bestand in Osthofen ein frühes Konzentrationslager, in der Literatur bekannt geworden durch Anna Seghers, die es zum Schauplatz ihres Romans „Das siebte Kreuz“ machte, wenngleich es dort anders als in der Romanhandlung zu keinen Tötungen kam. Nach dem Krieg diente die Stadt Jahre lang als Durchgangsstation für eine große Zahl heimatvertriebener Menschen.
Die Stadt gehört zum Weinbaubereich Wonnegau im Anbaugebiet Rheinhessen; mehrere Dutzend Weinbaubetriebe bewirtschaften hier eine ansehnliche Rebfläche. Am Bahnhof Osthofen an der Strecke Mainz–Mannheim hält im Halbstundentakt die S6. Auf 18,6 km² kommen 9.452 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 509 je km².
Nachbarschaft der Postleitzahl: Worms, Westhofen und Bermersheim sowie Bechtheim.