Über die Postleitzahl 67586
Zwischen Mainz und Worms liegt Hillesheim, das den weitaus größten Teil der Postleitzahl 67586 stellt, dazu ein kleiner Zipfel der Nachbargemeinde Dolgesheim; beide gehören zur Verbandsgemeinde Rhein-Selz mit Sitz im nahen Oppenheim. Hillesheim wird 772 oder 782 mit der Schenkung eines Ackers an das Kloster Lorsch erstmals als Hildebotesheim erwähnt, Dolgesheim erscheint bereits 769 im Lorscher Codex als „Dulgisheim“.
Ungewöhnlich ist die geteilte Geschichte Hillesheims: 1387 wurde der Ort in einen „Kirchbergteil“, der an das Kloster Rosenthal am Donnersberg fiel, und einen „Haßlocher Teil“ aufgespalten, der als Exklave der Grafschaft Falkenstein in kaiserlicher Hand blieb und 1736 durch die Heirat des Lothringer Herzogs Franz Stephan mit Maria Theresia von Habsburg an Österreich kam. Erst mit dem Ende des Alten Reichs wurde diese ungewöhnliche Trennung der beiden Dorfhälften aufgehoben. 1814 überquerten russische Truppen bei der Verfolgung Napoleons den Rhein; an einer Seuche gestorbene Soldaten wurden auf dem Hillesheimer Kirchberg begraben.
Zur Gemeinde gehört neben dem Ortskern der Ortsteil Bahnhof, wo einst der gemeinsam mit Dorn-Dürkheim genutzte Bahnhof der Strecke Osthofen–Gau Odernheim lag. Auf 5,7 km² leben in der Postleitzahl 652 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 115 je km².
Nachbarschaft: Dorn-Dürkheim, Wintersheim, Dittelsheim-Heßloch und Gau-Odernheim.