Über die Postleitzahl 67598
Gundersheim in der Verbandsgemeinde Wonnegau bildet fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl im Landkreis Alzey-Worms. Am 18. September 769 wird der Ort als Guntirsh erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch genannt; im 9. Jahrhundert unterhielt daneben auch das elsässische Kloster Weißenburg einen Herrenhof im Dorf, bevor Gundersheim 1475 endgültig kurpfälzisch wurde.
Neben dem seit alters betriebenen Weinbau prägte lange Zeit ein Kalksteinbruch die Wirtschaft: Die Gundersheimer Kalkwerke wurden bis 1955 von der Südzucker AG in Offstein betrieben und waren bis weit ins 20. Jahrhundert der größte industrielle Arbeitgeber am Ort. Aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen zudem zwei Zündholzfabriken, die allerdings um 1890 wieder schlossen. Die katholische Kirche geht im Kern auf einen spätgotischen Chor von 1492 zurück, ihr Turm wurde 1521 bis 1524 errichtet und das Langhaus erst 1911 im neugotischen Stil ergänzt.
Auf 8,4 km² zählt der Zensus 1.569 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 186 je Quadratkilometer. Der zur Gemeinde gehörende Ortsteil Enzheim liegt südöstlich von Alzey, direkt an der Autobahn 61 mit eigener Anschlussstelle nahe dem Kreuz Alzey.