Über die Postleitzahl 68159
Zwischen Rhein und Neckar liegt im Westen der Mannheimer Innenstadt der Stadtteil Jungbusch, der den größten Teil dieser Postleitzahl bildet, dazu ein Abschnitt der eigentlichen Innenstadt. Mannheim selbst zählt mit vierzehn Postleitzahlen zu den Großstädten, deren jahrhundertelange Geschichte als kurpfälzische Residenzstadt hier nur den Rahmen liefert – die Quadratestadt, benannt nach ihrem schachbrettartigen Grundriss aus dem Gründungsjahr 1607, liegt gleich östlich.
Der Jungbusch entstand ab 1870 im Zuge der gründerzeitlichen Stadterweiterung. Seinen Namen verdankt er einem ehemals hier stehenden Jungwald, seine heutige Form der Rheinbegradigung, dem Bau des Verbindungskanals im Handelshafen und dem Neckardurchstich von 1869. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wohnten in diesem Hafenviertel Kaufleute, Reeder und Kapitäne; Sackträger, im Ortsdialekt „Sackbatscher“ genannt, prägten das Straßenbild auf dem einst „Pestbuckel“ genannten Hügel im Norden – ein Name, der an einen Friedhof erinnert, auf dem im Pestjahr 1666/1667 Tausende Opfer bestattet wurden. Die 1881 bis 1883 erbaute Kauffmannmühle, die „Erste Mannheimer Dampfmühle“, war bis 1960 in Betrieb.
Auf 3,5 km² leben in diesem Teil Mannheims 17.500 Menschen, das entspricht 4.991 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarplätze sind unter anderem Ludwigshafen jenseits des Rheins sowie die Mannheimer Postleitzahlen 68161 und 68169.