Über die Postleitzahl 68549
Die Gemeinde Ilvesheim, seit 2025 mit der Zusatzbezeichnung Inselgemeinde, trägt die Postleitzahl 68549 im Rhein-Neckar-Kreis; ein kleiner Anteil der Fläche reicht auf Mannheimer Gebiet hinein. Der Ort ist größtenteils auf einer Insel bebaut, die in den 1920er-Jahren entstand, als nördlich davon der Neckarkanal als eine Art Durchstich angelegt wurde.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort am 14. März 766 in einer Schenkung an das Kloster Lorsch als Dorf „Ulvinisheim“ – die Endung -heim verweist auf eine Gründung während der fränkischen Landnahme. Über Kaiser Barbarossas Halbbruder Pfalzgraf Konrad gelangte der Besitz um 1155 an die Kurpfalz, zu der Ilvesheim seit Ende des 13. Jahrhunderts unbestritten gehörte. Die Ortsherrschaft übten nacheinander mehrere Adelsgeschlechter als Lehen aus, bis das Dorf 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg schwer verwüstet wurde. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielten Zentrum, NSDAP und KPD in Ilvesheim jeweils über 24 Prozent der Stimmen; aus der Arbeiterschaft beteiligten sich Einwohner am Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Heute prägt das um 1700 errichtete Ilvesheimer Schloss mit seinen vier Ecktürmen den Ort; darin ist die einzige staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte mit Internat in Baden-Württemberg untergebracht. Bei den Gebietsreformen der 1970er-Jahre blieb Ilvesheim selbständig und wurde 1973 Teil des neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreises.
Auf 5,9 km² leben 9.243 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 1.572 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Ladenburg und Edingen-Neckarhausen sowie mehrere Mannheimer Postleitzahlen.