Über die Postleitzahl 71093
Weil im Schönbuch trägt fast allein die PLZ 71093, mit dem Hauptort Weil und den Ortsteilen Breitenstein und Neuweiler, die bis in die 1970er Jahre eigenständige Gemeinden waren. Die Gemeinde liegt auf der Schönbuchlichtung, rund 30 Kilometer südwestlich von Stuttgart und zwölf Kilometer südlich von Böblingen, am Nordrand des Naturparks Schönbuch.
Schon Römer legten Ende des ersten Jahrhunderts eine erste Siedlung an, wie die ausgegrabene Villa rustica bei der Totenbachmühle zeigt; der Name Weil könnte auf das lateinische villa zurückgehen. 1188 wird der Ort als Weyl im Schaienbuch erstmals urkundlich erwähnt, als Pfalzgraf Rudolf I. von Tübingen seinen Anteil dem von ihm gegründeten Kloster Bebenhausen schenkte. Vor der entscheidenden Schlacht des Bauernkriegs, die 1525 bei Böblingen ausgetragen wurde, bezog das siegreiche schwäbische Bundesheer hier sein letztes Nachtlager, ehe es am folgenden Morgen zum Kampf aufbrach. Neuweiler, erstmals 1225 erwähnt, besitzt mit dem alten Backhaus ein denkmalgeschütztes Gebäude, in dem noch heute gebacken wird. Bekannt wurde der Ort außerdem durch die Kunstradfahrerin Astrid Ruckaberle, die seit Anfang der 2000er Jahre einen deutschen Rekord in ihrer Disziplin hält.
Auf 25,8 km² leben 9.658 Einwohnerinnen und Einwohner, 375 je Quadratkilometer. Über die Schönbuchbahn ist der Ort an Böblingen und die S-Bahn Stuttgart angebunden, Nachbargemeinden sind Holzgerlingen, Schönaich, Waldenbuch, Altdorf, Tübingen und Dettenhausen.