Über die Postleitzahl 71739
Südöstlich des Strombergs, im Enztal zwischen Vaihingen an der Enz und Markgröningen, liegt die kleine Stadt Oberriexingen. Die Postleitzahl 71739 deckt fast die gesamte Gemeindefläche im Landkreis Ludwigsburg ab, verwaltungsgemeinschaftlich verbunden mit Vaihingen an der Enz. Nachbarorte sind neben Vaihingen und Markgröningen auch Sachsenheim und Sersheim.
1958 stießen Bauarbeiter auf die Fundamente eines römischen Gutshofs samt gut erhaltenem Keller, der zum Kern des heutigen Museums Römerkeller Oberriexingen wurde. Als Wahrzeichen gilt die Georgskirche, deren romanischer Ursprungsbau im 14. Jahrhundert gotisch umgestaltet und nach einer Zerstörung 1693 bis 1707 wiederaufgebaut wurde; Teile der Stadtmauer sowie zahlreiche Fachwerkhäuser sind ebenfalls erhalten. Im Zweiten Weltkrieg blieb der Ort von Bombentreffern verschont, wurde aber nach der Sprengung der Enzbrücke am 8. April 1945 kurzzeitig zum Frontgebiet. In der Nachkriegszeit widersetzte sich Oberriexingen im Zuge der Kreisreform erfolgreich einer Eingemeindung nach Sersheim oder Markgröningen und blieb selbständig. Auf der Gemarkung sind außerdem mehrere Grabhügel der Kelten sowie Reste römischer Gutshöfe belegt.
Fischerei, Weinbau und Mühlenbetrieb endeten um 1900, seit den 1960er Jahren verlor auch die Landwirtschaft an Bedeutung. Heute betreibt die Stadt eigene Stadtwerke mit einem Laufwasserkraftwerk und ist gemeinsam mit Sachsenheim, Sersheim und Bietigheim-Bissingen am interkommunalen Gewerbegebiet Eichwald beteiligt. Auf 8,1 km² zählt die PLZ 71739 3.261 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 400 je Quadratkilometer.
Nördlich des Orts verläuft zudem der Stromberg-Murrtal-Radweg zwischen Karlsruhe und Gaildorf. Die Vorwahl ist 07042.