Über die Postleitzahl 72145
Oberhalb des Starzeltals, in etwa gleichem Abstand zu Rottenburg am Neckar wie zu Hechingen gelegen, liegt die Gemeinde Hirrlingen, die gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste selbständige Gemeinde des Landkreises Tübingen ist. Die Postleitzahl 72145 umfasst fast das gesamte Gemeindegebiet.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1091 in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Nach dem Aussterben der Herren von Hirrlingen fielen deren Güter im 13. Jahrhundert dem Grafenhaus Hohenberg zu, das damit wiederum die Herren von Ow belehnte; diese errichteten 1557/1558 das Hirrlinger Schloss, das 1821 an die Gemeinde verkauft wurde und seither als Rathaus dient. Aus einer Gemeinschaft religiöser Frauen des 14. Jahrhunderts entwickelte sich zudem ein Dominikanerinnenkloster, das erst 1789 säkularisiert wurde. Seit 1578 wird in Hirrlingen der Hammeltanz gepflegt, und schon im 18. Jahrhundert lässt sich die maskierte Narrenfigur namens „Butz“ belegen, deren Brauch heute die 1962 gegründete Butzenzunft fortführt.
Auf 12,8 km² zählt die PLZ 72145 3.130 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 244 je Quadratkilometer entspricht. Zur Gemarkung gehören Teilflächen zweier benachbarter Naturschutzgebiete, Espenloch-Hintere Halde und Kapfhalde, am Rand des geschützten Waldgebiets Rammert.
Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau eingebunden. Die Vorwahl lautet 07478.