Über die Postleitzahl 72535
Auf der Blaubeurer Alb, etwa 25 Kilometer westlich von Ulm, liegt die Gemeinde Heroldstatt, überwiegend im Alb-Donau-Kreis, mit einem kleinen Anteil auch im Landkreis Reutlingen. Die Postleitzahl 72535 umfasst die Ortsteile Sontheim und Ennabeuren sowie einen kleinen Teil des gemeindefreien Gutsbezirks Münsingen.
Die heutige Gemeinde entstand erst 1973 aus dem Zusammenschluss der beiden bis dahin selbständigen Orte; ihren Namen verdankt sie einem westlich von Ennabeuren abgegangenen Weiler, der vom 12. bis 15. Jahrhundert als „Herolstatt“ erwähnt wurde. Ennabeuren selbst wird 1092 erstmals urkundlich genannt und gehörte damals zum Machtbereich der Familien Gundelfingen, Justingen und Steußlingen; 1129 brannte Herzog Friedrich II. das Dorf auf einem Feldzug gegen Ravensburg nieder. Sontheim entstand vermutlich schon in frühmittelalterlicher Zeit als Ausbausiedlung von Laichingen. Sehenswert ist die Sontheimer Höhle, eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands, sowie der 30 Meter hohe Heroldstatt-Turm des Schwäbischen Albvereins nordwestlich von Ennabeuren. Nordöstlich des Orts steht seit 1989 ein Versuchsfeld für frühe Windkraftanlagen, darunter ein Darrieus-Rotor von 1990.
Heroldstatt zählt 2.818 Einwohnerinnen und Einwohner auf 22,5 km², das ergibt eine Dichte von 125 je Quadratkilometer. Seit Dezember 2022 liegt mit dem Bahnhof Merklingen – Schwäbische Alb ein Halt der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm in erreichbarer Nähe, Vorwahl ist 07389. Nachbarorte sind unter anderem Münsingen, Laichingen und Schelklingen.