Über die Postleitzahl 72661
Grafenberg liegt, anders als seine bislang genannten Nachbarn, nicht im Landkreis Esslingen, sondern rund elf Kilometer nordöstlich von Reutlingen im gleichnamigen Landkreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Metzingen. Die Postleitzahl 72661 wird nahezu vollständig von der Gemeinde eingenommen, zu der über das namensgebende Dorf hinaus keine weiteren Ortschaften zählen.
Schon um 3500 v. Chr. siedelten hier Menschen der Michelsberger Kultur, um 500 v. Chr. folgten die Kelten. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte das Gebiet zum Herzogtum Schwaben, ehe 1246 die erste urkundliche Erwähnung Grafenbergs in einem Schreiben an Papst Innozenz IV. erfolgte. Damals lagen die Herrschaftsrechte bei den Grafen von Urach, die sie schrittweise an die Grafen von Württemberg verkauften. Die im selben Jahr erstmals genannte evangelische Michaelskirche ist im Kern noch romanisch und wurde 1726 grundlegend umgebaut und erweitert. Mit der Rampf-Gruppe hat einer der größten Arbeitgeber der Umgebung seinen Sitz im Ort.
Grafenberg zählt 2.700 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 3,5 km², das ergibt eine Dichte von 775 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 313 verbindet die Gemeinde nach Norden mit der Autobahn 8 und nach Süden mit Reutlingen. Nachbarorte sind Metzingen, Riederich, Frickenhausen, Bempflingen, Großbettlingen und Kohlberg.