Über die Postleitzahl 74382
Am Neckar, im Landkreis Heilbronn und zur Verwaltungsgemeinschaft Lauffen am Neckar gehörend, liegt die Gemeinde Neckarwestheim. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart und wurde 1123 in einer Urkunde Kaiser Heinrichs V. als Westheim erstmals erwähnt. Um 1500 verschwand dieser Name für einige Jahrhunderte, der Ort hieß fortan Kaltenwesten, bis er später wieder zu seinem heutigen Namen zurückfand.
Über lange Zeit teilten sich mehrere Herrschaften den Besitz an Westheim: die Grafen von Lauffen, die Herren von Liebenstein und später die Markgrafen von Baden. Südlich des Ortes liegt das Schloss Liebenstein, der ehemalige Stammsitz der Herren von Liebenstein, dessen Kern auf das Jahr 1120 zurückgeht und das heute als Restaurant und Hotel mit angeschlossenem Golfplatz genutzt wird. Die evangelische Pfarrkirche St. Gregor wurde 1275 erstmals erwähnt, ihr heutiges Erscheinungsbild aus dem Historismus stammt von 1844, im Turm läuten aber noch zwei deutlich ältere Glocken. Bekannt wurde Neckarwestheim zudem durch das inzwischen stillgelegte Kernkraftwerk am Ort, dessen Gewerbesteuereinnahmen die Gemeinde über Jahre zu einer der finanzstärksten im Landkreis Heilbronn machten.
Weinbau prägt den Ort bis heute: Ortsansässige Weingärtner haben sich mit Berufskollegen aus dem benachbarten Ilsfelder Ortsteil Schozach in einer Genossenschaft zusammengetan, angebaut wird auf Lagen der Großlage Kirchenweinberg. Auf 14,0 km² zählt die Gemeinde 4.074 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 291 je km² entspricht. Über die A 81, Ausfahrten Ilsfeld oder Mundelsheim, sowie über Bahnhöfe in den Nachbarorten Lauffen und Kirchheim am Neckar ist Neckarwestheim angebunden.