Über die Postleitzahl 74388
Am südlichen Rand des Landkreises Heilbronn, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Heilbronn selbst, liegt die Gemeinde Talheim, die dem Verwaltungsverband Flein-Talheim angehört. Durch die Gemarkung fließt die Schozach, ein rechter Zufluss des Neckars; nordöstlich erhebt sich mit 285 Metern der Haigern, südöstlich mit 304 Metern der Sonnenberg – die höchsten Punkte der Gemeinde.
Die Besiedlung reicht weit zurück: 1983 wurden im Gewann Pfädle 34 Skelette aus der Jungsteinzeit entdeckt, die alle Spuren eines Kampfes trugen. Über Jahrhunderte war der Ortsbesitz zwischen mehreren Ganerben aufgeteilt, den Herren von Talheim und anderen Adelsfamilien. Zwei Schlossanlagen erinnern daran: Das Obere Schloss aus dem 12./13. Jahrhundert diente zeitweise auch als Wohnsitz für Talheimer Juden, die dort eine Synagoge einrichteten, wodurch ein Gebäude der Anlage als Judenschloss bekannt wurde. Bis 1942 existierte am Ort eine bedeutende jüdische Gemeinde; sie war im 18. Jahrhundert entstanden, als mehrere Familien aus Horkheim zuzogen. Alle zwei Jahre findet mit dem Gassenfescht ein dreitägiges Fest in den Gassen des Ortes statt.
Neben Industrieansiedlungen, darunter seit 2008 ein Medizintechnikunternehmen, ist Talheim vor allem für seinen Weinbau bekannt; die Lagen gehören zu den Großlagen Kirchenweinberg und Staufenberg. Auf 11,6 km² kommen 4.951 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 428 je km². Die B 27 verläuft westlich des Ortskerns, Nachbar-PLZ reichen bis nach Heilbronn, Lauffen am Neckar und Ilsfeld.