Über die Postleitzahl 74397
Im Zabergäu, zwischen Stromberg und Heuchelberg im südwestlichen Landkreis Heilbronn, liegt die Gemeinde Pfaffenhofen, die zum Verwaltungsverband Oberes Zabergäu gehört. Zu ihr zählt seit der Eingemeindung 1972 auch der Ortsteil Weiler an der Zaber, der vermutlich schon um das Jahr 1000 bestand und 1279 erstmals urkundlich erwähnt wurde – am gleichen Tag wie Pfaffenhofen selbst.
Der Hauptort wird ebenfalls 1279 als Pfaffenhoven erwähnt und ging schon vor 1380 in zwei Schritten an Württemberg über. Vermutlich unter Graf Eberhard im Bart, zwischen 1460 und 1470, erhielt das Dorf eine Befestigung mit Mauer, Graben, Türmen und Toren – möglicherweise, um den im Ort lagernden Wein zu schützen. Die evangelische Lambertuskirche entstand als gotischer Bau um 1300; ihr heutiges Gesicht verdankt sie größtenteils einem Umbau in den Jahren 1610/12 durch den Baumeister Heinrich Schickhardt, der auch das benachbarte Pfarrhaus errichtete. Südlich des Ortes liegt am Höhenkamm des Stromberges der Weiße Steinbruch, eine bedeutende Fundstätte von Keuper-Fossilien mit vorgelagerter Aussichtsplattform.
Durch Pfaffenhofen fließt die Zaber, in die unter anderem Rodbach und Benzbach münden, am Rand von Weiler liegen zudem der Katzenbachsee als Badesee und der Michelbachsee. Auf 12,0 km² kommen 2.460 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 204 je km² entspricht. Zu den größeren ansässigen Betrieben zählen ein Zahnradhersteller und ein Kompostierungsunternehmen; die B 27 wird über die Nachbarorte Lauffen und Kirchheim am Neckar erreicht, ebenso der Anschluss an die Frankenbahn.