Über die Postleitzahl 74855
Im Neckartal am Rande des Neckar-Odenwald-Kreises liegt Haßmersheim, gelegentlich von Hochwassern des Neckars heimgesucht und Teil des Naturparks Neckartal-Odenwald. Zur Postleitzahl gehören neben dem Hauptort die seit 1972 eingemeindeten Dörfer Hochhausen und Neckarmühlbach, ein badischer Weinort, der in der terrassierten Steillage Hohberg Trollinger und Lemberger anbaut.
Haßmersheim taucht erstmals am 7. Juni 774 unter dem Namen Hasmarsheim im Lorscher Codex auf, Hochhausen folgt 788 und Neckarmühlbach 856; in Hochhausen fanden sich zudem Reste einer römischen Villa rustica am Neckar-Odenwald-Limes. Die schwerste Hochwasserkatastrophe des 19. Jahrhunderts riss am 30. Oktober 1824 zwei Häuser mit sich. In den Jahren 1917 und 1918 entstand mit dem Reichsschwefelwerk eine kriegswichtige Anlage, die aus Gips der Neckarzimmerner Stollen Schwefel gewann und nach dem Ersten Weltkrieg größtenteils demontiert wurde; das zugehörige Silogebäude, die Alte Mälzerei, steht mit ihren burgartigen Erkern und Zinnen noch heute. Am 30. März 1945 sprengten deutsche Truppen die sogenannte Russenbrücke zu Neckarzimmern.
Auf 19,1 km² zählt die Postleitzahl 5.003 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 262 je Quadratkilometer. Über die Neckartalbahn und die Stadtbahnlinie S41 besteht Anschluss nach Heilbronn und nach Mosbach, Nachbarorte sind unter anderem Gundelsheim und Obrigheim.