Über die Postleitzahl 74924
Die Kleinstadt Neckarbischofsheim bildet den Kern dieser Postleitzahl im Rhein-Neckar-Kreis; ein kleiner Randbereich mit dem Bad Rappenauer Ortsteil Babstadt reicht bereits in den Landkreis Heilbronn hinein. Zu Neckarbischofsheim selbst gehören außerdem die Dörfer Untergimpern und Helmhof.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 988, als König Otto III. dem Bischof von Worms in einer Wildbannurkunde Fischerei- und Jagdrechte in „Biscovesheim“ verlieh. Den Namenszusatz „Neckar“ erhielt die Stadt erst 1806, um sie von den gleichnamigen Orten Tauberbischofsheim und Rheinbischofsheim zu unterscheiden. Das Alte Schloss geht auf eine 1274 erwähnte Burg der Herren von Helmstatt zurück, deren Wappen mit Rabenfigur und Büffelhörnern noch an mehreren Gebäuden zu finden ist. Eine ungewöhnliche Wirtschaftsgeschichte begann 1946 mit der Gründung einer Kristallverarbeitungsgesellschaft: Aus ihr gingen zwei bis heute weltweit bedeutende Hersteller von Schwingquarzen hervor, weshalb die Gegend auch „Kraichgau Quartz Valley“ genannt wird.
Seit 1862 ist Neckarbischofsheim an die Schwarzbachtalbahn angebunden, seit 1902 zweigt hier zudem die Krebsbachtalbahn nach Hüffenhardt ab, auf der von Mai bis September Ausflugsverkehr fährt. Auf 27,5 km² Fläche kommen 4.115 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 150 je km². Nachbarn sind Sinsheim, Waibstadt und Helmstadt-Bargen.