Über die Postleitzahl 75394
Auf der Enz-Nagold-Platte im nördlichen Schwarzwald, jeweils rund sechs Kilometer von Calw und Bad Liebenzell entfernt, liegt die Gemeinde Oberreichenbach im Landkreis Calw. Die Postleitzahl 75394 deckt praktisch die gesamte, 1975 aus Oberreichenbach und Würzbach sowie den 1974 eingemeindeten Orten Oberkollbach und Igelsloch neu gebildete Gemeinde ab.
Oberreichenbach gehörte ursprünglich den Grafen von Calw und kam 1303 an das Kloster Hirsau, dem es bis ins 18. Jahrhundert als Vogtei unterstand. Auf der Gemarkung des früheren Würzbach findet sich zudem die Wüstung Oberwürzbach – ein Waldhufendorf, das im 11. oder 12. Jahrhundert entstand und im 14. oder 15. Jahrhundert wieder verlassen wurde. Für die 1970 erbaute evangelische Lukaskirche im Hauptort schuf der Stuttgarter Künstler Adolf Valentin Saile ein Tauffenster und ein Wandmosaik, ebenso das Chorfenster der Johanniskirche in Oberkollbach. Bemerkenswert ist der ehemalige Atomschutzbunker der baden-württembergischen Landesregierung im Hauptort, der seit 1994 als Hochsicherheits-Rechenzentrum für die EDV-Ausfallvorsorge dient.
Auf 35,8 km² leben 2.874 Menschen, das ergibt eine Dichte von 80 je km² – wenig angesichts der mehr als 70 Prozent Waldfläche der Gemeinde. Der Ortsname geht auf den nahen Reichenbach zurück, der weiter flussabwärts in Richtung Hirsau unter anderem Namen weiterfließt. Nachbarorte sind unter anderem Bad Wildbad, Schömberg, Calw und Bad Liebenzell.