Über die Postleitzahl 75443
Ötisheim im Enzkreis, umgangssprachlich auch „Aize“ genannt, bildet mit der Stadt Mühlacker eine Verwaltungsgemeinschaft und unterstand bis zur Reformation dem Kloster Maulbronn. Die Postleitzahl 75443 deckt fast die gesamte Gemeinde ab, zu der neben dem Hauptort auch die Weiler Schönenberg, Corres und Erlenbach gehören.
Erstmals erwähnt wurde Ötisheim 783 im Lorscher Codex, als ein Mann namens Rather dem Kloster Lorsch Felder und Wiesen schenkte. Um 1700 gründete der Waldenserführer Henri Arnaud, der zuvor mit seinen aus dem Piemont vertriebenen Glaubensgenossen in Dürrmenz gelebt hatte, die Siedlung Schönenberg; dort erinnert heute das Deutsche Waldenser-Museum in seinem einstigen Wohnhaus an diese Geschichte. Corres wiederum entstand um 1699/1701 ebenfalls durch Waldenser aus Pragelato und Perosa Argentina. Mit seinem historischen Ortskern zählt Ötisheim zu den vom Landesamt für Denkmalpflege ausgewählten 89 Dörfern mit besonders hoher städtebaulicher Qualität in Baden-Württemberg. Auf dem Sauberg zwischen Lienzingen und Ötisheim liegt zudem die 1697 errichtete Sternenschanze, ein Teil der Eppinger Linien.
Ötisheim zählt 4.627 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 14,2 km², das entspricht 325 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt unter anderem an Mühlacker, Maulbronn und Ölbronn-Dürrn.