Über die Postleitzahl 76199
Im Süden von Karlsruhe liegen die Stadtteile Rüppurr und Weiherfeld-Dammerstock, die zusammen die Postleitzahl 76199 bilden – Rüppurr macht mit gut siebzig Prozent den größeren Teil aus. Rüppurr wurde 1103 in einer Urkunde des Klosters Hördt erstmals als Rietburi erwähnt und geht auf eine alemannische Dorfgründung auf Kiesablagerungen des Kinzig-Murg-Flusses zurück. Neben der Landwirtschaft spielte hier lange die Gewinnung von Natureis für die Karlsruher Brauereien eine Rolle. Das Adelsgeschlecht der Pfauen von Rüppurr hatte bis 1584 seinen Sitz im Ort, und der Wormser Fürstbischof Reinhard von Rüppurr kehrte 1525 hierher zurück; sein Herz liegt in der St.-Nikolaus-Kirche. Nach der Eingemeindung Rüppurrs 1907 gründete sich noch im gleichen Jahr die Genossenschaft Gartenstadt Karlsruhe, deren erste Häuser ab 1911 am Ostendorfplatz entstanden.
Der kleinere Teil, Weiherfeld-Dammerstock, wird von der Alb geteilt und nur über eine Straßenbrücke sowie zwei Fußgängerbrücken verbunden. Weiherfeld gehörte bis 1800 zu Rüppurr und wurde erst in den 1920er Jahren bebaut. Dammerstock dagegen entstand 1929 in nur sieben Monaten nach Plänen von Walter Gropius und gilt als bedeutendes Zeugnis des Neuen Bauens in Deutschland.
Auf der Fläche von 9,9 km² leben 17.052 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.728 je Quadratkilometer. Die Nachbar-Postleitzahlen führen ins übrige Karlsruher Stadtgebiet und in das benachbarte Ettlingen.