Über die Postleitzahl 76599
Als kleinste Gemeinde des Landkreises Rastatt liegt Weisenbach im Nordschwarzwald im tief eingeschnittenen Tal der Murg, etwa auf halber Strecke zwischen Rastatt und Freudenstadt. Zwei Drittel des Gemeindegebiets sind bewaldet. Die Postleitzahl umfasst den Hauptort und den Ortsteil Au, der 1971 nach Weisenbach eingemeindet wurde; Nachbarn sind Baden-Baden, Gernsbach und Forbach.
Erstmals erwähnt wurde Weisenbach 1336 im Lehnsbuch des Bistums Speyer. Während der Badischen Revolution wurde der Ort 1849 zum Schauplatz einer Geiselnahme: Auf Anordnung der revolutionären Regierung in Karlsruhe wurden hier als großherzogtreu geltende Beamte und Geistliche verhaftet, darunter der Weisenbacher Pfarrer, der sich zuvor vergeblich in einem Weinfass im Pfarrkeller versteckt hatte. Die neugotische Pfarrkirche St. Wendelinus wurde 1842/43 vom Weisenbacher Baumeister Johann Belzer errichtet, dazu gehört die ältere St.-Wendelinus-Kapelle auf einem Felsvorsprung über der Murg. Wirtschaftlich prägte lange die Papierindustrie der E. Holtzmann & Cie. das mittlere Murgtal, die einst mehr als fünftausend Menschen beschäftigte. Die Murgtalbahn der Stadtbahn Karlsruhe und die Bundesstraße 462 führen durch den Ort.
Auf 9,1 km² leben 2.438 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 269 je Quadratkilometer.