Über die Postleitzahl 76776
Neuburg am Rhein im Landkreis Germersheim trägt fast die gesamte Postleitzahl 76776 und ist als südlichste Gemeinde von Rheinland-Pfalz zugleich Grenzort zu Frankreich. Ursprünglich lag der Ort rechts des Rheins innerhalb einer Flussschleife; erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts durchbrach der Strom diese Schleife, sodass der „Flecken“ fortan linksrheinisch auf einer Insel lag und in den Folgejahren auf trockenen Grund umsiedelte. 1337 hatte der Ort noch das Stadtrecht von Hagenau erhalten, verlor es aber mit der Verlegung wieder – aus der einstigen Stadt mit Blutgericht und bedeutender Zoll- und Lotsenstation wurde ein Schiffer- und Fischerdorf.
Urkundlich lässt sich das Gebiet bis 1086 zurückverfolgen, als Kaiser Heinrich IV. es dem Bischof von Speyer schenkte; 1250 befestigten die Herren von Eberstein den strategisch wichtigen Platz. Bis heute stehen sich die protestantische und die römisch-katholische Kirche im Ort direkt gegenüber, in der katholischen Kirche St. Remigius steht zudem ein 1786 gebautes, besonders altes Instrument des Orgelbauers Michael Stiehr. Eine Autofähre verbindet Neuburg bis heute mit dem badischen Neuburgweier auf der anderen Rheinseite. Mit dem Fund der seltenen Kiemenflusskrebsart Lepidurus apus ist der Ort einer von nur drei bekannten Fundorten in Rheinland-Pfalz.
Auf 8,3 km² Fläche leben 2.598 Menschen, das ergibt eine Dichte von 314 je Quadratkilometer. Naturschutzgebiete wie der Neuburger Altrhein prägen die Umgebung, Nachbarorte sind Hagenbach, Berg und auf badischer Seite Rheinstetten und Karlsruhe.