Über die Postleitzahl 77975
Zwischen dem Rhein und den ersten Anstiegen des Schwarzwalds, im südlichen Ortenaukreis, liegt die kleine Gemeinde Ringsheim; außer dem gleichnamigen Dorf gehört kein weiterer Ort dazu, fast die gesamte Postleitzahl liegt entsprechend auf der Gemeinde selbst.
Schon die Kelten sollen die Erzvorkommen am benachbarten Kahlenberg genutzt haben, erste Siedlungsspuren reichen ins 7. Jahrhundert zurück, aus jener Epoche leitet sich vermutlich auch der Name ab, gedeutet als „Ringos Heim“. Im Jahr 1002 verlieh der Basler Bischof Adalbero dem Ort das Marktregal, 1226 erscheint er als „Ringishein“ erstmals in einer päpstlichen Bulle; große Teile gehörten damals zum Kloster Ettenheimmünster im Oberamt Ettenheim. Von den erhaltenen Bauwerken zeugt die im 17. Jahrhundert errichtete Johanneskapelle mit ihren Wandmalereien am Ochsenbrunnen, während die spätbarocke Pfarrkirche St. Johann-Baptist 1784/85 unter dem Vorarlberger Baumeister Joseph Hirschbühl entstand. Seit 1869 hält am westlichen Ortsrand die Bahn auf dem Weg von Mannheim nach Basel, seit 2021 unter dem Namen Ringsheim/Europa-Park auch mit Fernverkehrszügen, dazu kommt die Anschlussstelle Ringsheim an der Autobahn 5.
Auf der Gemarkung liegt zudem die abgegangene Ortschaft Meistersheim. Ringsheim misst 8,5 km² und zählt 2.479 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 293 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Ettenheim, Kappel-Grafenhausen und Rust.