Über die Postleitzahl 79599
Am Rand des Bamlach-Schallbacher Lösshügellandes, nördlich von Lörrach im Vorderen Kandertal, liegt Wittlingen. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Lörrach und dem Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal an; die Postleitzahl 79599 vereint den größten Teil Wittlingens mit einem kleinen Zipfel der Nachbargemeinde Rümmingen.
Bodenfunde weisen auf eine erste alemannische Besiedlung hin, bevor der Ort um das Jahr 600 unter fränkischen Einfluss geriet. Urkundlich erwähnt ist Wittlingen erstmals 874 als Witringhove in einem Dokument des Klosters St. Gallen, das über lange Zeit umfangreichen Grundbesitz in der Region hielt. Der Beiname „Chürbsenfresser“ für die Wittlinger geht auf eine Beschreibung des Röttler Oberamtmanns von Leutrum aus dem frühen 18. Jahrhundert zurück, der den Kürbisanbau der einst armen Bevölkerung festhielt. Die Kirche St. Michael in der Dorfmitte wurde in den 1770er Jahren auf den Fundamenten einer gotischen Saalkirche errichtet und gilt als Vorbild für einen bekannten Kirchenbau in Karlsruhe.
Bis 1983 war der Ort über die Kandertalbahn an das Schienennetz angebunden, heute verkehrt dort nur noch die Museumsbahn „Chanderli“. Landwirtschaftlich geprägt bis weit ins 20. Jahrhundert, verfügt Wittlingen bis heute über keine Industrie und nur wenige Handwerksbetriebe. Auf 3,8 km² zählt die Postleitzahl 926 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 242 je Quadratkilometer entspricht.
Nachbarorte sind Kandern, Rümmingen und Schallbach mit der Postleitzahl 79597.