Über die Postleitzahl 79798
Jestetten liegt im äußersten Süden Baden-Württembergs am Hochrhein, nur wenige Kilometer vom Rheinfall entfernt. Zusammen mit den Ortsteilen Jestetten und Altenburg bildet die Gemeinde den sogenannten Jestetter Zipfel, ein von der Schweizer Grenze auf 55 Kilometern Länge umschlossenes, dennoch keine Exklave darstellendes Gebiet, das vom deutschen Fahrzeugverkehr nur über eine einzige Landesstraße direkt erreichbar ist.
Schon 871 wird der Ort als „villa que vocatur Jesteten“ urkundlich erwähnt, im selben Jahr auch Altenburg: Ausgrabungen wiesen dort eine befestigte keltische Siedlung nach, das sogenannte Oppidum Altenburg-Rheinau, dessen Wall bis heute von weitem sichtbar ist. Die Grafen von Sulz hatten ihren Sitz einst im Schloss Jestetten, später beherbergte es Ordensgemeinschaften und ab 1830 das Bezirksamt sowie ein Amtsgericht. Wegen des komplizierten Grenzverlaufs erklärte man das Gebiet 1840 zum Zollausschlussgebiet, was den zollfreien Handel begünstigte und der Bevölkerung bis 1935 bescheidenen Wohlstand brachte.
Zu den erhaltenen Bauwerken zählen die Reste der einbogigen Volkenbach-Brücke von 1696 sowie die Lorettokapelle von 1666 auf dem Friedhof. Durch den Ort führt die von den Schweizerischen Bundesbahnen betriebene Bahnstrecke Eglisau–Neuhausen, die Bundesstraße 27 verbindet Jestetten mit Schaffhausen im Norden und Zürich im Süden.
5.206 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 20,6 km², das entspricht 253 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen in Dettighofen und Lottstetten.