Über die Postleitzahl 79853
Nahe Titisee, Schluchsee und Feldberg liegt der heilklimatische Kurort Lenzkirch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, im Haslach-Tal des Hochschwarzwalds. Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort die Ortsteile Kappel, Saig und Raitenbuch, die zwischen 1972 und 1975 eingemeindet wurden. Kappel liegt an einem Hang des Hochfirstrückens inmitten des Naturparks Südschwarzwald, Saig als Streudorf nur einen kurzen Fußweg vom Titisee entfernt.
Der Ortsname geht auf die Lentienser zurück, einen alamannischen Stamm. Ab 1491 herrschten die Grafen von Fürstenberg über Lenzkirch, bis es 1806 mit dem Fürstentum an das Großherzogtum Baden fiel. 1813 vernichtete ein durch Blitzschlag ausgelöster Großbrand 18 Häuser samt Kirche und Pfarrhaus. In Saig ereignete sich 1923 ein Doppelmord, dessen Täter als letzter Mensch in der Republik Baden 1924 in Freiburg mit der Guillotine hingerichtet wurde – ein Stoff, den die Jostäler Freilichtspiele 2023 als Mundarttheater aufgriffen. In Lenzkirch selbst steht die Burg Alt-Urach aus dem 13. Jahrhundert, und seit 1595 gibt es die dem heiligen Eligius geweihte Kapelle, zu der jährlich der Eulogiusritt führt.
Heute leben in der Postleitzahl 5.067 Einwohnerinnen und Einwohner auf 58,7 km², das sind 86 je Quadratkilometer. Feinmechanische Industrie, unter anderem der Messtechnikhersteller Testo, prägt neben dem Fremdenverkehr die Wirtschaft. Nachbarn sind Titisee-Neustadt, Löffingen, Bonndorf, Hinterzarten, Schluchsee und Feldberg.