Über die Postleitzahl 82194
Gröbenzell liegt rund 16 Kilometer nordwestlich der Münchner Innenstadt am Rand des Graßlfinger Mooses, im Süden nahtlos in Puchheim übergehend und im Osten an den Münchner Stadtteil Lochhausen grenzend. Die Gemeinde kennt keine weiteren Ortsteile und zählt zu den am dichtesten besiedelten in Deutschland.
Namensgebend war ein „Gröbenzoll“ genanntes Zollhaus am Gröbenbach, das Herzog Albrecht V. um 1560 errichten ließ, um eine neue Straße zwischen Lochhausen und Olching zu überwachen; die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt von 1725. Bis weit ins 19. Jahrhundert bestand die Siedlung nur aus armen Moorhäusern. Als eigenständige politische Gemeinde entstand Gröbenzell erst 1952 durch den Zusammenschluss von Gebietsteilen Münchens sowie der Gemeinden Puchheim, Olching und Geiselbullach.
In den 1960er und 1970er Jahren wuchs der Ort mit Siedlungen wie der ehemaligen EIWO-Siedlung mit rund 250 Reihenhäusern zu einer Schlafstadt für München heran. Die heutige Rathausstraße hieß zunächst Kirchenstraße und wurde 1964 zu Ehren des ermordeten amerikanischen Präsidenten in John-F.-Kennedy-Straße umbenannt. 2011 stimmten die Bürger in einem Entscheid gegen die Erhebung zur Stadt.
Auf 6,4 km² leben in der PLZ 82194 19.114 Menschen, das ergibt eine Dichte von 3.000 je Quadratkilometer. Am Rathaus erinnert die Bronzefigur „Sterntaler“ des Bildhauers Ferdinand Auerhammer an das gleichnamige Grimmsche Märchen.