Über die Postleitzahl 82386
Zwischen Murnau und Weilheim, im Pfaffenwinkel des oberbayerischen Landkreises Weilheim-Schongau, teilen sich die Gemeinden Huglfing und Oberhausen die Postleitzahl 82386, wobei der größere Teil auf Huglfing entfällt. 2025 erhielt Huglfing beim Wettbewerb „Lebenswerte Orte Europas“ der Entente Florale die Goldmedaille und den Titel des schönsten Dorfes Europas.
Huglfing wurde vermutlich um 510 gegründet, urkundlich erwähnt aber erst 1030 unter dem Namen „Hugolvingen“, zusammengesetzt aus einem germanischen Personennamen und der auf Sippenzugehörigkeit verweisenden Endung „ingen“. Nachdem der Ort zunächst den Grafen von Eschenlohe und dann den Bischöfen von Augsburg gehört hatte, ging er 1332 als Schenkung Kaiser Ludwigs des Bayern an das Kloster Ettal über; ein schweres Feuer im Jahr 1500 zerstörte zahlreiche Höfe und richtete auch an der Pfarrkirche erheblichen Schaden an. Oberhausen hieß über Jahrhunderte „Hausen unterm Wildenberg“ und wurde erstmals 950 durch seinen Gemeindeteil Berg erwähnt, der damals dem Bistum Brixen gehörte; auf dem Schlossberg südwestlich des Ortes liegt zudem der mittelalterliche Burgstall Willenberg der einstigen „Edlen von Husen“. Der zu Oberhausen gehörende Weiler Maxlried wurde erst 1812 auf einem trockengelegten Moor angesiedelt und ist nach dem ersten bayerischen König Max I. benannt.
Auf 39,2 km² leben in der Postleitzahl 82386 4.996 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 128 Personen je Quadratkilometer. In Huglfing hat heute der Waffenhersteller Oberland Arms seinen Sitz, außerdem führt hier die Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen ebenso vorbei wie die Bundesstraße 472 zwischen Bad Tölz und Schongau.
Zu den Nachbarn zählen Peißenberg über die Postleitzahl 82380 sowie Uffing am Staffelsee über die 82449; die Vorwahl lautet 08802.