Über die Postleitzahl 83486
Ramsau bei Berchtesgaden liegt in den Berchtesgadener Alpen und stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl, zu der auch entlegene Weiler wie Bindalm, Halsalm und Wimbachbrücke gehören. Über 82 Prozent der Gemeindefläche liegen im Nationalpark Berchtesgaden, Ramsau gilt als das erste Bergsteigerdorf Deutschlands.
Schon ab 1201 gehörte Ramsau als Filiale zur Pfarrei Berchtesgaden, eine eigene Kirche erhielt der Ort erst 1512 mit St. Sebastian. Der Hintersee westlich des Ortszentrums, erreichbar auch durch den als Geotop ausgewiesenen Zauberwald mit seinen Bergsturztrümmern, entwickelte sich ab den 1830er Jahren zu einem beliebten Motiv einer Malerkolonie aus München und Wien, der unter anderen Wilhelm Busch, Carl Rottmann und Ludwig Richter angehörten. 1918 floh König Ludwig III. auf der Flucht vor der Novemberrevolution zeitweise an den Hintersee. Bis in die 1930er Jahre blieb Ramsau, nur über den 1803 bis 1809 angelegten Weg vom Hirschbichl erreichbar, eine vom Berchtesgadener Talkessel abgesonderte Welt mit eigener Mundart.
Die Postleitzahl zählt 1.667 Einwohnerinnen und Einwohner auf 128,8 km², das entspricht 13 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Schneizlreuth, Berchtesgaden und Schönau sowie Bischofswiesen. Vorwahl ist 08657.