Über die Postleitzahl 83673
Bichl im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern, bildet fast die gesamte PLZ 83673. Zur Gemeinde gehören neben dem Kirchdorf Bichl nur der Weiler Hofstätt und die Einöde Schögger am Rain am Ufer der Loisach.
Der Ortsname geht auf den Hügel zurück, bairisch Bühel, auf dem die 1751 bis 1753 von Johann Michael Fischer erbaute Dorfkirche St. Georg steht; erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1048. Ein keltischer Saumpfad nach Italien wurde 1492 zur Römerstraße ausgebaut, und Bichl gehörte als Amtssitz zum Kloster Benediktbeuern. 1634 erlagen fast alle Bewohner der Pest, viele Höfe blieben danach jahrelang unbewohnt. 1898 erhielt der Ort Anschluss an die Kochelseebahn, wodurch die Flößerei auf der Loisach ihre Bedeutung verlor; von 1898 bis 1959 war Bichl zugleich Endstation der Isartalbahn aus München. 1941 wurden in der Gemeinde Kriegsgefangene beim Ausbau des Bahngeländes sowie aus dem Ghetto Litzmannstadt nach Dachau deportierte Frauen in einer Flachsfabrik zur Zwangsarbeit eingesetzt; 1945 traf ein alliierter Bombenangriff den Bahnhof, an dem ein Munitionstransport stand.
Heute liegen 17 landwirtschaftliche Betriebe im Gemeindegebiet, und die Zahl der Auspendler überwiegt deutlich die der Einpendler. Auf 13,9 km² zählt die PLZ 83673 2.252 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 162 je Quadratkilometer.