Über die Postleitzahl 83674
Im Isarwinkel des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen liegt Gaißach und bildet praktisch die gesamte PLZ 83674. Das Pfarrdorf selbst liegt auf einer Anhöhe über den anderen Gemeindeteilen, zu denen unter anderem Obergries, Untergries, Rain und der Weiler Puchen zählen.
Hügelgräber belegen eine Besiedlung bis ins 2. Jahrhundert vor Christus, urkundlich erscheint der Ort 817 erstmals als „Kaizahu“, benannt nach einem frühen Herrengeschlecht. Im 16. Jahrhundert zählte Gaißach bereits 125 Höfe im Besitz von rund zehn Grundherren. Wie der ganze Isarwinkel litt der Ort im Dreißigjährigen Krieg unter der Pest, und 1742 ließ Oberst Franz von der Trenck mit seinen Panduren 28 Anwesen niederbrennen und zehn Menschen töten, nachdem ein Gaißacher angeblich einen seiner Generäle ermordet hatte – die „Kapelle zum abgebrannten Kreuz“ im Ortsteil Puchen erinnert bis heute daran. Bei der Gebietsreform 1978 blieb Gaißach auf eigenen Wunsch selbständig. In der Pfarrkirche St. Michael, die nach dem Einsturz ihres Turms 1649 ihre heutige barocke Zwiebelhaubenform erhielt, wird seit 1711 zur Karwoche ein aufwendig gestaltetes Heiliges Grab aufgebaut.
Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 340 Prozent gilt die Gemeinde als steuerlich attraktiver Standort, deutlich günstiger als etwa München. Zwei Haltepunkte binden Gaißach an die Bahnstrecke München–Lenggries an. Auf 38,1 km² zählt die PLZ 83674 3.119 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 82 je Quadratkilometer entspricht.