Über die Postleitzahl 83708
Südlich des Tegernsees, im oberbayerischen Landkreis Miesbach, erstreckt sich die Gemeinde Kreuth vom Seeufer durch das weite Tal der Weißach bis zur Grenze nach Tirol und deckt damit fast die gesamte Postleitzahl 83708 ab. Zwanzig Gemeindeteile gehören dazu, darunter Glashütte und Wildbad Kreuth.
Der Ortsname geht auf das Roden des „Kreuther Winkels“ durch das Kloster Tegernsee zurück und bedeutet so viel wie „das Gereutete“. Die Kreuther Leonhardifahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard wird seit über 500 Jahren jedes Jahr am 6. November abgehalten und gilt als die älteste ihrer Art in Bayern; erstmals erwähnt ist sie 1442. Im Gemeindeteil Wildbad Kreuth wurde schon 1490 ein Bad an einer Schwefelquelle urkundlich erwähnt, das später Kaiser Franz Joseph I. und die russischen Kaiser Nikolaus I. und Alexander I. als Kurgäste besuchte. Bundesweit bekannt wurde der Ort 1976 durch den dort gefassten Kreuther Trennungsbeschluss der CSU-Landesgruppe, deren Klausurtagungen bis 2016 im örtlichen Bildungszentrum stattfanden. Auf dem Ringberg liegt zudem das Schloss Ringberg der Max-Planck-Gesellschaft.
Umgeben von den Tegernseer Bergen – etwa Hirschberg, Leonhardstein und Wallberg – zählt die Gemeinde auf einer Fläche von 120,4 km² 1.894 Einwohner, eine Dichte von 16 je km². Seit 2018 gehört Kreuth zur internationalen Alpenvereinsinitiative Bergsteigerdörfer.
Nördlich liegen die Nachbar-Postleitzahlen 83707 (Bad Wiessee) und 83684 (Tegernsee), südlich reicht das Gemeindegebiet über den Achenpass ins österreichische Achental.