Über die Postleitzahl 84066
An der Kleinen Laber, schon im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen, liegt der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg, der die Postleitzahl 84066 fast vollständig ausfüllt. Er entstand 1972 durch den Zusammenschluss der beiden ehemals eigenständigen Orte Mallersdorf und Pfaffenberg und zählt heute 51 Gemeindeteile.
Der Ortsname Mallersdorf geht auf Mathilde von Lupburg zurück, die neunte Äbtissin des Regensburger Reichsstifts Niedermünster, die hier im Tal der Kleinen Laber ein Sommerschloss besaß; sie überließ es den Grafen von Kirchberg zur Klostergründung, und 1103 bezog der erste Konvent, aus dem fränkischen Kloster Michelsberg bei Bamberg kommend, den Platz. Das Kloster Mallersdorf mit seiner 1109 begonnenen und im 18. Jahrhundert im Rokokostil ausgestatteten Basilika liegt bis heute auf einer Anhöhe über dem Labertal; die Pfarrkirche St. Johannes birgt einen Hochaltar aus der Werkstatt des Bildhauers Ignaz Günther. Pfaffenberg wiederum ist bereits 1145 in einem päpstlichen Schutzbrief erwähnt und verlor seinen Sitz als Landgericht 1805 an Mallersdorf. Bis zur bayerischen Gebietsreform 1972 war Mallersdorf einer der wenigen Kreishauptorte Deutschlands ohne eigene Stadtrechte.
Auf einer Fläche von 72,4 km² leben 6.792 Menschen, das entspricht 94 je km². Am ersten Augustwochenende veranstaltet die Pfaffenberger Privatbrauerei Stöttner traditionell das Pfaffenberger Volksfest an den Laaberauen.
Nachbar-Postleitzahlen sind Ergoldsbach (84061) im Westen und Schierling (84069) im Süden.