Über die Postleitzahl 84097
Südöstlich von Langquaid, im niederbayerischen Landkreis Kelheim, erstreckt sich die Gemeinde Herrngiersdorf vom Tal der Großen Laber bei Sandsbach entlang des Siegersbaches ins Hügelland der Region Regensburg. Die Postleitzahl entspricht fast der ganzen Gemeinde mit ihren 17 Gemeindeteilen, darunter die früher selbstständigen Orte Sandsbach, Semerskirchen und Sittelsdorf.
Eine Urkunde von 878 belegt den Gemeindeteil Sandsbach unter dem Namen Samutespach: König Karlmann, ein Urenkel Karls des Großen, schenkte darin seinem Priester Job zwei Hufen samt acht Hörigen, die nach dessen Tod an das Kloster St. Emmeram in Regensburg fallen sollten. Das Schloss Herrngiersdorf entstand 1709 als Wasserschloss anstelle eines älteren Baus und gehört seit 1899 der Familie Pausinger; die angeschlossene Schlossbrauerei besteht seit 1131 und gilt als älteste Privatbrauerei der Welt, auch wenn seit 2014 in Ingolstadt gebraut wird. Die spätromanische Filialkirche St. Martin erhielt 1740 ihre aufwendige Barockstuckierung.
1.340 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 25,0 km², das ergibt 54 je Quadratkilometer. Größter Arbeitgeber ist der Landmaschinenhersteller Ropa mit Sitz nahe Sittelsdorf. Nachbargemeinden sind Rottenburg an der Laaber, Schierling, Langquaid und Rohr in Niederbayern.